Solar-Anlagen
Angefangen hat alles damit, dass Ron für eine US Solar-Anlagen-NGO, Solar Electric Light Fund (SELF), in Südafrika eine Schule in einer ländlichen Gegend finden sollte, um diese mit Solar-Energie auszustatten. Die Anforderung an die Schule war, dass sie sich in einer Gegend ohne Strom befindet und für mindestens die folgenden 5 Jahre auch nicht an das Strom-Netz angeschlossen wird. Außerdem sollte die Schule in einem guten Zustand sein und nicht zu weit entfernt von einem Flughafen.
Das mit dem Strom-Netz ist aber nun etwas kontrovers. Der zentrale Stromversorger in Südafrika, Eskom, hat nämlich das Ziel bis Ende des Jahres komplett Südafrika mit Strom zu versorgen. Deshalb wurde laut Eskom schon fast jede Schule mit Strom ausgestattet. Die Ansicht von Eskom ist, dass Strom nur ist, was von einem Strom-Mast kommt. Weshalb sie Solar-Anlagen nicht als vollwärtig erachten. Sie haben ein Solar-Anlagen-Projekt gestartet, was deshalb aber in eine Tochter-Firma ausgelagert wurde. Diese Tochterfirma geht dann mit den Solar-Anlagen zu den Schulen, stellt diese dort auf und geht wieder. An die Zentrale wird berichtet, dass die Schule Strom hat und von der Zentrale wird nicht nachgefragt, um welche Art von Strom es sich handelt. Erfasst wird nur, dass die Schule Strom hat. Deshalb denkt Escom dann auch, dass ja quasi schon jede Schule in Südafrika mit Strom versorgt ist. Die aufgestellten Solar-Anlagen werden, wenn sie keinen Schutz haben, aber geklaut. Und wenn es keine richtige Einführung in die Community gibt und sich keiner drum kümmert, bzw. weiß, wie man sie wartet und pflegt, gehen sie kaputt oder werden verkauft.
Es war also nicht so einfach, eine Schule ohne Strom zu finden. Denn bei Eskom nachfragen ergab keine vernünftigen Antworten. Deshalb wurde eben im eigenen Netzwerk rumgefragt und man kam schließlich auf die Gegend rund um Tafalehashi. Ron besuchte einige Schulen die ihm vorgeschlagen wurden und prüfte, ob die kriterien hinreichend erfüllt werden. Als optimale Schule kam dabei die Zwelenqabe Schule raus. Denn die hatten zwar schon eine Solar-Anlage von Eskom bekommen, diese stand dort auch schon seit 6 Jahren ohne geklaut oder verkauft zu werden (sehr gute Voraussetzung), aber sie war nicht in Betrieb, da die Batterien durch falsche Nutzung kaputt gegangen sind. Neben dem ist die Gegend recht nah am Flughafen von Umtata und das Schulgebäude in recht gutem Zustand.
Kurz bevor das Projekt starten konnte, wurden die vorhandenen Solar-Panels, die für das Projekt mit einkalkuliert wurden, dann aber dummerweise doch geklaut. Von Menschen, die nicht der Community angehörten. Die Diebe wurden von der Community geschnappt und verprügelt. Die Polizei stellte die Solar-Panels als Beweis-Material sicher. Leider konnte Ron die Solar-Panels dann aber nicht auslösen, da sie von korrupten Polizisten verkauft wurden….
Notebooks
Neben den Solar-Anlagen wurde außerdem ein Computer-Lab errichtet, mit Notebooks, Intranet-Vernetzung mit anderen Schulen im Umkreis und mit Zugang zum Internet. Dafür wurde bei Dell ein Antrag gestellt und bewilligt, so dass 34 Notebooks an Ron für die Transkei übergeben wurden. Diese Notebooks wurden zwischen den drei Schulen Zwelenqaba, Bafazi und Kwa-Ntshunqe verteilt, wobei der Großteil mit 24 Notebooks in Zwelenqaba eingerichtet wurde.