Die Bantu und die Buren
Zuerst gab es die Khoikhoi (Hottentotten) und die San, die als Nomadenvölker in Südafrika lebten.
Seit dem 2. Jahrtausend v.Chr. sind die Bantu, die Stammesvölker, von Kamerun und Nigeria aus bis nach Südafrika gewandert und haben sich fast in der gesamten Sub-Sahara ausgebreitet. Sie haben die Nomadenvölker nach und nach verdrängt.
Dann kamen die Buren, 1652, also die Niederländer, die eine Versorgungsstation für Handelsschiffe am Kap der Guten Hoffnung aufbauten und viele Sklaven aus Indien, Indonesien und Madagaskar mitbrachten. Sie drangen immer weiter ins Landesinnere nach Norden und Osten vor und führten viele Kriege an den Grenzen zu den Bantu-Stämmen gegen die Stammes-Völker.
Kolonialisierung durch die Briten
1806 begannen die Briten das Kap der Guten Hoffnung und die durch die Niederländer besiedelten Gebiete zu besetzen und nach und nach das gesamte Südafrika einzunehmen. 1902 wurde Südafrika in die vier britischen Kolonien Kapkolonie, Transvaal, Natal und Oranje-Kolonie unterteilt. 1910 wurden dann die vier Kolonien zusammen geführt und die Südafrikanische Union gegründet, die dann durch eine eigene Regierung unter der Ägide des britischen Commonwealth of Nations geführt wurde. Bereits 1910 verloren alle Nicht-Weißen das Wahlrecht und die ersten Gebietstrennungen nach Rassenzugehörigkeit wurden eingeführt. Hier sind die ersten Anfänge der Apartheid zu erkennen. Durch den Mines and Works Act wurde bereits 1911 ein Gesetz erlassen, nach dem alle Schwarzen nur noch niedere Arbeiten ausführen durften.