Ein Tag mit Dominique am Meer….
Dominique, eine junge weiße Südafrikanerin und eine Freundin von Wendy. Sie hat Development studiert und arbeitet hier ebenfalls für eine Hilfsorganisation. Das scheint hier sehr verbreitet zu sein. Hier gibt es hauptsächlich Studenten oder Menschen, die für Kirchen oder Organisationen arbeiten. Sie ist schon unglaublich viel rumgekommen und hat fast die ganze Welt bereist. Sie war in Indien, China, Korea… und fast in ganz Afrika: Namibia, Mosambik, Äthiopien, Kenia… hat dort überall entweder unterrichtet oder für Hilfsorganisationen gearbeitet. Geboren wurde sie in Johannesburg, die gefährlichste Stadt der Welt mit der höchsten Mord-Rate. Hier wird alle 4 Sekunden jemand überfallen oder umgebracht. Aber sie sagt: ich habe keine Angst und ich gehe in Johannesburg überall hin. Das ist meine Heimatstadt, ich gehöre hier her und ich lasse mich nicht einschüchtern. Wenn sie in Grahamstown fertig ist, möchte sie Südamerika bereisen oder sich einen Job in New York suchen. Ach ja in Europa war sie auch schon und auch in Deutschland, sie spricht sogar ein wenig deutsch.
Am Sonntag hat mich Dominique mit ans Meer genommen, nach Kenton, wo auch ihr kleiner 3 Monate alter Jack Russle herkommt. Die Gegend ist großartig! Zuerst sind wir ca. 20 Minuten durch Hügel und Täler in einer komplett unbewohnte Gegend gefahren, vorbei an Tier-Reservaten und Straußenfarmen. Ich hab die ganze Zeit aus dem Fenster geschaut und hätte am liebsten diese Aussicht in mich aufgesaugt. Als wir dann am Meer angekommen sind ist meine Begeisterung gleich noch mehr gestiegen. Wir waren an einem Strand, der war riesig, nur weißer Sand, nicht allzu weit entfernt ein kleiner Hügel, überall nur Meer und Wellen und KEINE MENSCHEN! Hier waren vielleicht eine Hand voll Besucher, die man fast hätte übersehen können auf der großen Fläche. Auf der einen Seite war das Meer, dann kam der Sand und dann eine kleine Lagune, in der das Meerwasser ruhig vor sich hin schimmerte…. Schwimmen gegangen bin ich nicht, dafür war es mir zu kalt. Dominique ist kurz ins Wasser gesprungen, danach hat sie ziemlich gefroren…
Zurück in Grahamstown hat mich Dominique noch auf ein Bier in ihre Lieblings-Bar eingeladen. Die Bar befindet sich in einem alten Gefängnis, dass neben der Bar auch noch in ein Backpackers-Hotel umgebaut wurde. In den ehemaligen Zellen mit original Gefängnistüren kann man jetzt recht günstig übernachten. Ein sehr abgefahrener Ort. Ich denke, hier wird man mich bald öfter treffen…












Hi Sandra,
nachdem ich Dich (nebst Wendy, Kriminalfällen und einer Gottesanbeterin) in den letzten drei Wochen in Deinem Blog “verfolgen” konnte, würde mich interessieren, welche drei Dinge Dich bisher am meisten beeindruckt haben (negativ oder positiv – wir kaufen beides)?
Grüße
Susanne
Von: Susanne am März 31, 2009
um 12:03 pm
Hi Susanne,
freut mich, dass du meinen Blog liest
…
Also am meisten beeindruckt bin ich tatsächlich von den krassen Unterschieden, die dieses Land hat. Und zwar der Unterschied zwischen Stadt und Land und der Unterschied in den Kulturen von Weißen und Schwarzen. Das ist jetzt weder positiv noch negativ, einfach nur gaaaanz viel stärker, als ich das erwartet hätte….
Im nächsten Blogpost (der hoffentlich die nächsten 2 Tage fertig wird) werd ich mehr dazu schreiben, denn ich war inzwischen in der Transkei und habe eine sehr ländliche Gegend besucht, in der von Wasser- oder Stromversorgung noch lange keine Rede ist…
Halt die Ohren steif! Sonnige Grüße nach Hamburg und auf bald!
Von: zealous.lotte am März 31, 2009
um 12:36 pm